Ja zu Kiel, Nein zu Olympia

Kiel bewirbt sich als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Segelwettbewerbe 2036, 2040 oder 2044. Auch wir mögen Sport, aber die Realität spricht eine klare Sprache: Olympia ist kein Gewinn, sondern ein Verlustgeschäft mit schwerwiegenden Folgen für die Stadt und ihre Bürger. „Ja zu Kiel“ bedeutet daher: „Nein zu Olympia!“

Olympia kostet, und zwar nicht zu knapp

Die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 kostete bereits 146 Millionen Euro – und die Ausgaben steigen weiter. Die Stadt Kiel gibt an, dass Stadt, Land, Bund und die regionale Wirtschaft die noch nicht konkret bezifferbaren Ausgaben tragen sollen. Doch wer kontrolliert diese Mittel? Wer haftet, wenn die Kosten aus dem Ruder laufen?

  • Erfahrungen aus aller Welt zeigen: Bei fast allen Olympischen Spielen lagen die tatsächlichen Kosten deutlich über den Planungen.
  • Die Befürwörter sprechen nebulös von positiven Effekten für die Wirtschaft; eine Behauptung, die durch die Wissenschaft nicht belegt ist. Touristische Effekte konzentrieren sich auf die Veranstaltungszeit und selbst da profitieren oft nur die offiziellen IOC-Partner, nicht die lokale Wirtschaft.
  • Finanzielle Risiken überwiegen: Olympia bindet Steuergelder, die dringend für Breitensport, Bildung und soziale Infrastruktur benötigt werden. Statt Millionen in ein einmaliges Sportereignis zu stecken, sollten wir die Sicherheit unserer Kinder ins Zentrum stellen – mit mehr Schwimmunterricht in den Schulen, mehr Hallenbädern und einer allgemein besseren Infrastruktur für den Breitensport.
  • Auch das Land Schleswig-Holstein ist in finanzieller Notlage. Selbst wenn das Land also Geld ausgeben will, fehlt das Geld für landesweit notwendige Ausgaben.
  • Bindung von Steuergeldern: Investitionen in Olympia könnten Jahre lang Haushaltsmittel binden, die dringend für Wohnungsbau, Bildungseinrichtungen, soziale und kulturelle Infrastruktur benötigt werden.

Olympia bedeutet Kontrolle durch das IOC

  • Die Ausrichtung Olympischer Spiele unterliegt den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Gastgeberstädte müssen umfangreiche Verträge (Host City Contracts, HCC) unterzeichnen, die keinen Spielraum für Änderungen lassen.
  • Das IOC sichert sich ab: Die Stadt Kiel müsste finanzielle Defizite ausgleichen, Steuerfreiheit für das IOC zusichern und sich an strenge Sicherheits- und Organisationsvorgaben halten, die oft zusätzliche Kosten verursachen.
  • Kommunale Entscheidungsfreiheit wird eingeschränkt: Das IOC behält sich vor, Regeln während der Spiele vorzugeben – und zwar auch vertraglich abgesichert. Kiel verliert die Kontrolle über seine eigene Stadt. Das lehnen wir ab!

Olympia zerstört unsere Umwelt

Frühere Spiele zeigen: Ökologische Ziele werden oft nicht eingehalten. Warum sollte das in Kiel anders sein?

  • Bau- und Infrastrukturmaßnahmen können sensible Meeres- und Küstenökosysteme beeinträchtigen – mit Folgen für die Förde und die Küstenbereiche.
  • Zusätzlicher Verkehr, Emissionen und Lärm: Olympia bringt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, mehr Emissionen und Lärmbelastung für die Anwohner.
  • Langfristige Belastung: Unterhalt, Betrieb und eventueller Rückbau temporärer oder neuer Anlagen können die städtischen Haushalte über Jahre belasten.

Sie haben die Macht! Sagen am 19. April klar und deutlich: NEIN zu Olympia!