Kiel, 30. März 2026 – Die FREIE WÄHLER Kiel-Rendsburg-Eckernförde rufen die Bürgerinnen und Bürger Kiels auf, am 19. April 2026 beim Bürgerentscheid gegen die Bewerbung Kiels um die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele zu stimmen. Die Partei macht klar: Olympia ist kein Gewinn für Kiel, sondern ein teures Risiko mit unkalkulierbaren Folgen für die Stadt, den Haushalt und die Bürger.
Die FREIE WÄHLER Kiel Rendsburg-Eckernförde warnen eindringlich vor den finanziellen, ökologischen und sozialen Folgen einer Olympia-Bewerbung. Schon für die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 wurden 146 Millionen Euro veranschlagt – und die Ausgaben steigen weiter. Bei fast allen Olympischen Spielen lagen die tatsächlichen Kosten deutlich über den Planungen. Olympia würde sowohl in der Stadt als auch im Land Steuergelder binden, die gerade angesichts der prekären Haushaltslage dringend für Schulen, Wohnungsbau oder die marode Infrastruktur benötigt werden. Es ist außerdem ein Mythos, dass Olympia für Kiel wirtschaftliche Vorteile bringt. Kurzfristig mag es durch Bauinvestitionen und öffentlichen Konsum zu einer erhöhten Wirtschaftsaktivität kommen. Langfristig gibt es keine messbaren Wachstumseffekt: „Wer heute behauptet, Kiel würde von Olympia profitieren, ignoriert, dass es dafür keine wissenschaftlichen Nachweise gibt und setzt Steuergelder für ein Projekt ein, das am Ende keinen messbaren Nutzen bringt – nur Risiken und Schulden.“, erklärt Dr. Michael Grunenberg, Kreisvorsitzender der FREIE WÄHLER in Kiel und Rendsburg-Eckernförde.
Zudem droht Kiel die Kontrolle über die Gestaltung seiner eigenen Zukunft zu verlieren, denn die Ausrichtung Olympischer Spiele unterliegt den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Gastgeberstädte müssen umfangreiche Verträge unterzeichnen, die keinen oder wenig Spielraum für Änderungen lassen. „Als Partei der kommunalen Handlungsfreiheit und direkten Demokratie können wir so ein Vorhaben nur ablehnen.“, stellt Grunenberg klar.

Olympia würde nicht nur die maroden Finanzen Kiels weiter belasten, sondern könnte auch sensible Förde-Ökosysteme zerstören, den Verkehr und Lärm in der Stadt erhöhen und temporär Flächen für Anwohner sperren. Für Nicole Weide, Mitglied im Bundesfachausschuss (BFA) Soziales, Gesundheit und Pflege, steht fest: „Statt Olympia braucht Kiel bezahlbaren Wohnraum, bessere Schulen und mehr Infrastruktur für den Breitensport – nicht ein teures Spektakel, das uns spaltet“.
Die FREIE WÄHLER Kiel-Rendsburg-Eckernförde kritisieren zudem, dass diese wichtigen Gegenargumente nicht in die Abstimmungsbenachrichtigung aufgenommen wurden. Eine faire und transparente Abstimmung setzt voraus, dass alle relevanten Informationen für die Bürger zugänglich sind. Wer die Bürger nicht vollständig informiert, handelt unseriös und verspielt Vertrauen in demokratische Prozesse.
Daher fordert die Partei Investitionen in Infrastruktur und bezahlbaren Wohnraum für Kiels Einwohner, mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung statt teurer IOC-Verträge.
Am 19. April 2026 entscheiden die Bürger Kiels über die Olympia-Bewerbung. „Jede Stimme zählt! Sagen Sie klar und deutlich NEIN zu Olympia – und damit JA zu Kiel“, appellieren Grunenberg und Weide an die Kieler Bürger.
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Dr. Michael Grunenberg, Kreisvorsitzender
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